Dienstag, 5. Juni 2012

mehr von dir


es ist stock dunkel, nur noch seinen atem kann ich hören doch plötzlich leuchtet was auf. er greift nach seinen handy und drückt auf den home button. 'rate mal was in einer minute ist', flüstert er mir zu. ich muss nur lachen und drücke ihm einen kuss auf die stirn. schon ein jahr ist rum mit ihm, wie schnell die zeit doch vergeht denke ich mir. die nacht an der wir zusammen gekommen sind, liegt wirklich schon so weit zurück. mit meinen augen verschlossen liege ich auf seiner schulter und bin ganz ins vergangene versunken. dadurch merke ich nicht wie er nochmals auf die uhr schaut und 00:00 uhr liest. 'ich liebe dich mein schatz. alles gute zum einjährigen', schießt es aus ihm raus. 'tja, ich war der erste. ich habe jetzt immer ein 'ich liebe dich' mehr als du', lacht er mich frech an. 'alles gute zum einjährigen baby, ich liebe dich auch. trotzdem hat das zuerst sagen nichts zu sagen baby', kontere ich. ich kitzle ihn am bauch und setz mich auf ihn. 'na warte', bekommt er mit letzter kraft vor lachen raus. er drückt mich auf die seite und hält meine arme fest, so dass ich mich nicht mehr wehren kann. mich überkommt dieses unglaubliche gefühl von freude, dass ich ihn habe. schließlich küsst er mich ins endlose schweigen, diese wundervolle leere, an nichts anderes mehr denken zu können außer an ihn und diesen moment gerade. unvergesslich, all das hier, all das glück, all das was ich durch ihn bekomme, diese wundervolle liebe zu ihm. ich hoffe wir sind auf einem guten weg in ein weiteres unvergessliches jahr, das wünsche ich mir. ich brauche ihn, ich kann nicht mehr beschreiben wie sehr und das will ich auch nicht. das größte geschenk war es von ihm, ein teil seines lebens zu werden. egal ob vergangenheit oder das jetzt er hat mir alles anvertraut. das schätze ich unbeschreiblich sehr, denn ich weiß ich bin einer der einzigen, dem er seine geschichte erzählt hat und jeglichen gefühlen zeigen kann. er ist der, nachdem ich gesucht habe.


trotz allem komme ich aus meinen momenten, an denen ich mich tausend fragen stelle aber keine einzige davon wirklich beantworten kann, nicht raus. dieser selbstzweifel an mir, diese zerstörte familie, diese hinterhältigkeit, dieses ganze leben eingentlich. was ist daran gerecht und fair? richtig, nichts. sollte ich aufhören, mir diese endlos vielen fragen zu stellen? diese ständige angst, diese mangelnde selbstbestätigung, diese grausame ungerechtigkeit, diese langsam immer mehr zerbröckelde schicht, in der ich gerade lebe. diese furchterlich überglücklichen familien, die es doch wirklich irgendwo gibt mit der meiner zu vergleichen. ja, das ist ein schmerz. mit anzusehen, wie wirklich glückliches familienleben ist.. bekommt etwa jeder genau das was er verdient hat?

3 Kommentare:

  1. wunderschöner text... und herzlichen glückwunsch zum 1-jährigen!
    Und was das glückliche familienleben angeht: meine familie ist auch kapputt, aber wenn ich all die glücklichen familien in ihren hübschen häuschen sehe denke ich "irgendwann habe ich das mit meiner eigenen familie"

    und du wirst das sicher auch haben :D

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  2. dankeschön süße:*
    ja, das erhoffe ich mir auch. ich will das anders machen später!

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x geflüster