Dienstag, 24. April 2012
verschwommen
noch neun tage, dann sind es schon elf monate. doch die letzte woche war so verdammt schwer, wir hatten uns nur gestritten. uns gegenseitig falsche vorwürfe an den kopf geschmissen und so viele tränen verloren wie schon so lange nicht mehr. diese eiskalte art von dir und mir, wie wir zueinander waren, war so verdammt hart zu verkraften. 'ich geh, ich will nicht mehr hier sein', sagte ich so oft als wir uns versucht hatten uns auszusprechen.. aber es ging nicht. keiner läßt den anderen ausreden, immer mussten wir den jenigen widersprechen, sodass wir am ende nur noch da standen und niemand sagte mehr was. was ist das eigentlich hier, das alles zwischen uns? du schautest mich an, dein blick war fremd so gefühlslos. und da passierte es, ich merkte wie meine sicht immer unklarer wurde. ich sah nichts mehr klar, sondern verschwommen. mir lief die erste träne runter. nein nicht weinen jetzt, dachte ich mir. ich muss stark bleiben gegenüber ihm! ich darf ihm nicht zeigen, dass ich hilflos bin. daraufhin ging sein blick runter, er schaute auf den boden und ging mit seinen händen über's gesicht. verschwommen, nicht nur meine augen - auch unsere zukunft. ich stehe auf, gehe zur tür. völlig aufgelöst ziehe ich mir meine schuhe an, zieh meine jacke an und greife nach meiner tasche. meine körper leitet mich richtung tür, raus einfach raus hier denke ich mir. doch dann kommst du von hinten, selber blick. 'bevor du gehst muss ich dich noch eins fragen. wie lange denkst du wird unsere beziehung so noch halten? wenn du jetzt gehst dann wissen wir beide das wir das wahrscheinlich nicht mehr hinbekommen'. mir schießen plötzlich immer mehr tränen in die augen, ich kann jetzt keine einzige mehr aufhalten. 'so wahrscheinlich nicht mehr lange. denkst du ich will gehen? denkst du ich will das alles hier? ich kann das alles hier nicht mehr.. ich habe keine kraft mehr dazu nächte lang wach zu sein, um mit den tränen zu kämpfen. ich will einfach nur einen jungen, der mich aufhält zu gehen!', versuche ich trotz der tränenn zu sagen. er bleibt stehen, rührt sich nicht von der stelle und mein körper zieht mich nach unten, ich sacke ein. lass meine tasche fallen. 'bleib hier, bleib einfach hier leonie. doch immer geben ich nach, jedes mal muss ich auf dich zukommen, jedes mal', er läßt sich zurück in den sessel fallen. ich brauche ihn so sehr, jeder einzelne gedanke daran ohne ihn zu sein macht mich kaputt denn ich kann schon lange nicht mehr ohne ihn. all das was du mir gibst hält mich aufrecht. ich steh auf stell mich vor ihn und greife nach seiner hand. es tut so verdammt weh, diese kälte zwischen uns. ich gehe durch seine haare und setze mich auf seine beine. 'wieso passiert das immer wieder? du weißt ganz genau, dass ich nicht mehr ohne dich kann.', sage ich schließlich. er hält mein gesicht fest und zieht es zu sich. diese augen, den blick kenne ich wieder von ihm. ohne was zu sagen küsst er mich. ich habe das gefühl, dass der riss in meinem herz langsam wieder zuwächst. 'ich lass dich nicht mehr los', lächelt er mich an. ich weiß nicht wie lange wir da so zusammen saßen aber es war so schön, dich wieder so nah spüren zu können. ich werde um uns kämpfen denn ich will dein mädchen bleiben, für immer ∞
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gebt nicht auf- auch streit gehört dazu, besonders jetzt da die rosarote phase vorbei ist... es lohnt sich zu kämpfen! und das ihr euch wieder versöhnt, miteinander reden könnt und ehrlich zueinander seid ist ein gutes zeichen...
AntwortenLöschendanke liebes, ja da hast du recht!
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